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Automatische Anlage von Lagerbelegen

Die automatische Anlage von Lagerbelegen reserviert und stellt Lagerbestände für Ursprungsbelegzeilen über die Ausgehende Lagerbuchungsautomatik bereit. Sie reduziert manuelle Eingriffe, erhöht die Prozessgeschwindigkeit und stellt sicher, dass vor Kommissionierungsbeginn ausreichend Bestand vorhanden ist.

Zweck

  • Automatische Reservierung von Lagerbeständen für anstehende Warenausgänge
  • Anlage von Kommissionierbelegen ohne manuellen Eingriff
  • Berücksichtigung von Ladungsträger- und Lagerplatzzuständen sowie Qualitätssperren

Voraussetzungen

  • Warenausgang angelegt
  • Für mindestens einen Artikel des Warenausgangs ist teilweise oder vollständig verfügbarer Bestand vorhanden
  • Ausgehende Lagerbuchungsautomatik aktiviert
  • Aufgabenwarteschlange konfiguriert: Codeunit 71310045 (AppSource/SaaS/OnPrem) oder 77230 (PTE)
  • Betriebskalender am Lagerort und/oder Debitor definiert
  • Lagerort: Verfügbarkeit LVS = True

Prozessablauf

Vor der Anlage eines Ausgehenden Lagerbuchungsbelegs prüft die Automatik, ob für mindestens einen Artikel des Warenausgangs verfügbarer Bestand vorhanden ist, der den Bedarf teilweise oder vollständig deckt. Ist kein Artikel verfügbar, wird kein Ausgehender Lagerbuchungsbeleg angelegt und keine Nummer aus der Nummernserie verbraucht.

1. Ausgehende Lagerbuchungsautomatik einrichten

  • Öffne die Ausgehende Lagerbuchungsautomatik (Alt+Q).
  • Lege eine neue Zeile an.
  • Setze einen Zustellerfilter (z. B. DHL).
  • Setze den Vorlauf (z. B. 16 = 16 Werktage nach Betriebskalender des Lagerorts).
  • Definiere die Reihenfolge der Reservierungen nach Verladetag.

2. Verarbeitung starten

  • Klicke auf Verarbeitung starten.
  • Prüfe die Ergebnisse im Protokoll.
  • Springe per Lookup in die Auslagerung und überprüfe den Status der Auslagerzeilen.

3. Ergebnis prüfen

  • Der Lagerbeleg wird automatisch angelegt.
  • Die Lagerbeleganlage berücksichtigt auch Reservierungsposten mit Artikelverfolgung. Für chargen- und seriennummerngeführte Artikel werden die offenen Mengen korrekt ermittelt, ohne Überlieferungen zu erzeugen.
  • Bei der Lagerbeleganlage wird nur die noch offene Menge reserviert. Bereits reservierte Mengen werden nicht erneut reserviert.
  • Lagerbestände werden für die Reservierung gesperrt.
  • Kommissionierbelege werden angelegt, aber noch nicht freigegeben.
Hinweis

Die Reservierung eines Lagerbestands gibt die Kommissionierung nicht automatisch frei. Die Freigabe der Kommissionierbelege erfolgt in einem separaten Schritt.

Einrichtung

  • Aktivierung der Ausgehende Lagerbuchungsautomatik in der SWMS Einrichtung
  • Konfiguration der Aufgabenwarteschlange: Codeunit 71310045 (AppSource/SaaS/OnPrem) oder 77230 (PTE)

Rollen

  • Sachbearbeiter, Disponent, Lager-/Logistikleiter

Belege

  • Ursprungsbelege (Verkaufsaufträge, Einkaufsreklamationen, Umlagerungsaufträge)
  • Automatisch generierte Lagerbelege und Reservierungen

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