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KI-Anbindung

Der SIEVERS AI Agent for ELO verwendet für die KI-gestützte Extraktion den ELO-Flow-Komponententyp ChatClient. Die Zugangsdaten werden nicht als frei sichtbarer Paketparameter gespeichert, sondern über eine ELO-Flow-Credential bereitgestellt.

API-Key hinterlegen

Der API-Key wird in der ELO-Flow-Credential Invoice Agent hinterlegt. Diese Credential wird von den ChatClient-Flows für die KI-Extraktion verwendet.

  1. Öffnen Sie in der ELO-Administration die Verwaltung der ELO-Flow-Credentials. Der genaue Menüname kann je nach ELO- und Flow-Version abweichen.
  2. Suchen Sie die Credential mit dem Titel Invoice Agent.
  3. Öffnen Sie die vorhandene Credential. Falls sie in der Zielumgebung nicht vorhanden ist, erstellen Sie eine Credential für den verwendeten Chat-/KI-Dienst und vergeben Sie den Titel Invoice Agent.
  4. Wählen Sie die vom KI-Dienst geforderte Authentifizierungsart und tragen Sie den API-Key in das dafür vorgesehene geheime Schlüssel- oder Tokenfeld ein.
  5. Hinterlegen Sie zusätzlich die erforderlichen Verbindungsdaten, insbesondere Endpunkt sowie gegebenenfalls Modell- oder Deployment-Namen.
  6. Speichern Sie die Credential und führen Sie eine Testanfrage aus.
  7. Prüfen Sie anschließend, dass die aktiven ChatClient-Flows auf diese Credential zeigen. Der Paketexport referenziert die Credential-ID 630093ba-f9b8-4c7d-97ea-ebc85f4e6fba. Wird eine neue Credential mit einer anderen ID angelegt, muss die Flow-Referenz in der Zielumgebung entsprechend angepasst werden.
Warnung

Die Credential-Definition und der geheime API-Key sind nicht Bestandteil des Quellpakets. Tragen Sie den Key ausschließlich in der Credential-Verwaltung ein, nicht in den Systemprompt, den Lieferanten-Prompt, eine ELO-Metadatenzeile oder eine YAML-Datei.

Verwendete Credentials

KI-Extraktion: Invoice Agent

Die aktiven Flows für Header- und Metadatenextraktion verwenden den ELO-Flow-Komponententyp ChatClient und referenzieren dieselbe Credential:

Angabe Wert
Credential-Titel Invoice Agent
Credential-ID 630093ba-f9b8-4c7d-97ea-ebc85f4e6fba
Verwendung Extraktion von Rechnungs-, Unternehmens- und Geschäftspartnerdaten

Prüfen oder erstellen Sie in der ELO-Flow-Administration eine Credential mit dieser Funktion. Hinterlegen Sie dort die vom gewählten KI-Dienst geforderten Verbindungsdaten, beispielsweise Endpunkt, Authentifizierungsart, API-Key, Modell oder Deployment. Welche Felder tatsächlich erforderlich sind, bestimmt der konfigurierte ChatClient und der gewählte Dienst.

Die Flow-Definition übergibt an den ChatClient:

  • den Parameter SNC_INVOICE.SYSTEMPROMPT_EXTRACTION als Systemprompt
  • den Belegtext aus dem ELO-Volltext oder aus der Markdown-Konvertierung
  • optional lieferantenspezifische Hinweise aus PROMPT_VENDOR

Die KI muss daraus exakt die erwartete JSON-Struktur zurückgeben. Die nachfolgenden Flows verwenden diese Struktur zur Metadatensetzung.

Modellwahl

Das KI-Modell ist nicht im Paket festgelegt, sondern wird als Feld Modell in der Credential Invoice Agent frei eingetragen. Ergänzend legt das Feld LLM Type fest, wie das Modell angesprochen wird: Azure (Modell steckt in der Azure-OpenAI-URL) oder Self hosted (Modell wird im Request an die API mitgeschickt) – Letzteres gilt für alle Dienste außer Azure OpenAI.

Die aktiven Flows fordern vom Modell eine strikte JSON-Ausgabe als Freitext (kein erzwungenes Ausgabeschema) sowie hohe Reasoning-Tiefe und einen großen Antwort-Tokenrahmen. Wählen Sie daher ein Modell, das lange, strukturierte Antworten zuverlässig ohne zusätzlichen Fließtext oder Markdown-Codeblock liefert. Wird ein Modell ohne Reasoning-Fähigkeiten hinterlegt, wird die Reasoning-Vorgabe stillschweigend ignoriert, es kommt zu keinem Fehler.

Markdown-Konvertierung: Docling

Wenn die Markdown-Konvertierung aktiviert wird, verwendet der aktive Flow für die HTTP-Anfrage eine separate Credential:

Angabe Wert
Credential-Titel Docling
Credential-ID 2a9a2634-a173-4b21-a62a-49e67277cbac
Endpunkt im Flow /v1/convert/file
Ausgabeformat Markdown (md)
OCR-Sprache Deutsch (de)

Der Flow enthält keinen fest eingetragenen API-Key-Header. Falls der Konvertierungsdienst eine Authentifizierung benötigt, muss sie über die Credential oder die dafür vorgesehene ELO-HTTP-Konfiguration eingerichtet werden. Aktivieren Sie SNC_INVOICE.MARKDOWN_CONVERSION_AVAILABLE erst, wenn der Dienst vom ELO-Flow-Runtime erreichbar ist.

Einrichtung in der Zielumgebung

Die folgenden Schritte beschreiben die fachliche Reihenfolge. Die Bezeichnungen der Administrationsseiten können je nach ELO-Version abweichen.

  1. Erstellen oder prüfen Sie die ELO-Flow-Credential für den KI-Chatdienst.
  2. Verwenden Sie den Titel Invoice Agent und stellen Sie sicher, dass die in den Flows referenzierte Credential-ID in der Zielumgebung korrekt auf diese Credential zeigt.
  3. Hinterlegen Sie Endpunkt, Authentifizierungsart und API-Key oder Secret ausschließlich in der Credential-Verwaltung.
  4. Prüfen Sie, dass die ELO-Flow-Runtime den KI-Endpunkt über DNS, TLS, Proxy und Firewall erreicht.
  5. Wenn Markdown-Konvertierung verwendet wird, richten Sie zusätzlich die Credential Docling und den Basis-Endpunkt des Dienstes ein.
  6. Aktivieren Sie erst danach den Parameter Markdown-Konvertierungsdienst (z.B. Docling) installiert?.
  7. Führen Sie die Abnahmetests mit mindestens einem bekannten und einem unbekannten Geschäftspartner durch.

Verarbeitungsvarianten

Der Agent kann den Belegtext aus unterschiedlichen Quellen an den ChatClient übergeben:

  • ELO-Volltext: Der Text wird über den ELO-Volltextdienst geladen.
  • Markdown-Konvertierung: Der Beleg wird über den konfigurierten Konvertierungsdienst in Markdown umgewandelt.

Mit SNC_INVOICE.USE_ELOFULLTEXT kann die Verarbeitung auf den ELO-Volltext beschränkt werden; dadurch wird die Markdown-Konvertierung übersprungen. Prüfen Sie vor einer Umschaltung, welche Textqualität die verwendeten Belegarten liefern.

Was nach der Einrichtung zu prüfen ist

  • Der ChatClient kann eine Testanfrage erfolgreich ausführen.
  • Die KI liefert valides JSON ohne zusätzlichen Fließtext oder Markdown-Codeblock.
  • Rechnungsnummer, Datum, Beträge, Steuern und Positionen werden korrekt extrahiert.
  • Unternehmen und Geschäftspartner werden korrekt erkannt oder an das Clearing übergeben.
  • Ein unbekannter Partner erzeugt eine Aufgabe für SNC_INVOICE.Clearing.
  • Die Metadaten werden nach erfolgreicher Verarbeitung am Beleg gesetzt.
  • Der Konvertierungsdienst verarbeitet PDF- und Bildbelege, sofern Markdown aktiviert ist.

Sicherheit und Betrieb

Datenschutz-, Sicherheits- und Fehleranalysehinweise zu dieser Anbindung finden Sie gebündelt in Berechtigungen und Betrieb.