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Diverses Auftragshandling

Dieser Begriff steht für das auftragsübergreifende Kommissionieren und Verpacken. Divers steht hier für unterschiedliche Aufträge. Gemein haben diese Aufträge, dass sie sich innerhalb eines Warenausganges befinden. Je nachdem, ob diverses Auftragshandling nur beim Verpacken oder auch beim Kommissionieren angewendet wird, hat es unterschiedliche Auswirkungen:

  • Nur Verpackung: Es werden KLTs mit Auftragsbezug aus mehreren Aufträgen in eine NVE gepackt. Die NVE selbst hat keinen Auftragsbezug mehr. So kann der Kunde nach dem Öffnen der empfangenen NVE einen Bezug zu seinen einzelnen Bestellungen herstellen.
  • Verpackung + Kommissionierung: Bereits in der Kommissionierung wird völlig ohne Auftragsbezug gearbeitet. Der Kommissionierer packt Artikel aus verschiedenen Aufträgen des Kunden durchmischt in Packstücken. Es dürfen Aufträge zusammengepackt und kommissioniert werden, die vom gleichen Verpackungsteam bearbeitet und die gleiche Abladestelle im Warenausgang haben. Diese Vorgehensweise kann sehr effizient sein - führt aber dazu, dass der Kunde beim Erhalten der NVE keinen konkreten Auftrags-/Bestellbezug mehr herstellen kann.
Achtung

Hierbei handelt es sich nicht um eine Kommissioniermethode!

Die Einrichtung für diese Funktion erfolgt über die SIEVERS WMS Einrichtung und die Debitoren. Falls einzelne Aufträge nicht Teil des diversen Auftragshandlings sein sollen, können Sie die Einstellungen in der Warenausgangsplanung noch übersteuern.

Einrichtung

Zentral für das diverse Auftragshandling sind die beiden Kennzeichen Lieferanschrift und Kommbelegserstellung nach Konsolidierungsnr. in der Herkunftsbelege-Tabelle der Warenausgangsplanung.

  • Lieferanschrift: Ist dieses Kennzeichen aktiviert darf dieser Auftrag mit anderen Aufträgen zusammengepackt werden, die folgende Voraussetzungen erfüllen: gleicher Warenausgang, gleiche Abladestelle, gleiches Packteam. Dieses Kennzeichen kann manuell gesetzt oder per Debitor vorbelegt werden. Dieses Kennzeichen betrifft nur die Verpackung. Bitte beachten Sie, dass Ursprungsbelege mit gleicher Lieferanschrift immer zusammengeführt werden, auch wenn sich beispielsweise die Kundennummer unterscheidet.
  • Kommbelegserstellung nach Konsolidierungsnr.: Wenn Lieferanschrift und das Kennzeichen Kommbelegerstellung nach Konsolidiernr. aktiv sind, werden auftragsübergreifende Kommissionierbelege erzeugt, in denen die Kommissioniermengen per Komm-Team, Artikel, Ladungsträger und Konsolidierungsnummer aus der ausgehenden Lagerbuchung summiert werden. Aktivierung dieser Option hat zur Folge, dass statt Auftragsnummern im Kommissionierbeleg DIVERS eingetragen wird. Dieses Kennzeichen kann nur aktiviert werden, wenn Lieferanschrift aktiv ist.

Die Benutzung dieser Kennzeichen muss zuerst in der SIEVERS WMS Einrichtung erlaubt werden. Hier gibt es die Optionsfelder

  • Konsolidierung nach Lieferanschrift erlauben
  • Kommbelegserstellung nach Konsolidierungsnr. erlauben

Hier haben Sie außerdem die Option

  • Vorschlag der Abladestelle, die nach der Konsolidierung nach Lieferanschrift Sinn ergibt. Aktivierung führt dazu, dass alle Warenausgänge mit gleicher Lieferanschrift die gleiche Abladestelle bekommen.

Am Debitor können Sie das Lieferanschrift-Kennzeichen der Warenausgangsplanung automatisch vorbelegen. Hier gibt es im Abschnitt Lieferung die Option Packen nach Lieferanschrift. Nach Aktivierung ist Lieferanschrift für diesen Debitor immer aktiviert. Bei Bedarf können Sie das aber auch je nach Auftrag manuell deaktivieren.

Ist das Lieferanschrift-Kennzeichen durch den Debitor automatisch vorbelegt und das Feld Kommbelegserstellung nach Konsolidierungsnr. erlaubt in der WMS Einrichtung gesetzt, wird Kommbelegserstellung nach Konsolidierungsnr. in der Warenausgangsplanung bei Aufträgen dieses Debitors auch immer automatisch aktiv gesetzt.