Konfiguration
Die Konfiguration besteht aus Paketparametern und ergänzenden Angaben am Geschäftspartner. Die konkrete Position der Parameteroberfläche richtet sich nach der eingesetzten ELO-Administration.
Die technische Verbindung zum KI-Dienst wird nicht über einen Paketparameter hergestellt. Richten Sie dafür zuerst die in KI-Anbindung beschriebene ELO-Flow-Credential ein.
Systemprompt für Extraktion
Der Parameter Systemprompt für Extraktion (SNC_INVOICE.SYSTEMPROMPT_EXTRACTION) definiert die Ausgabeform der KI-Extraktion. Der ausgelieferte Prompt erwartet ein strukturiertes JSON mit Rechnungsdaten, Unternehmen, Geschäftspartner, Steuerdaten und Rechnungspositionen.
Ändern Sie den Prompt nur kontrolliert in einer Testumgebung. Die nachgelagerte Metadatensetzung setzt die erwartete Datenstruktur voraus.
Wichtig
Entfernen oder benennen Sie keine erwarteten JSON-Felder um. Testen Sie jede Änderung mit Belegen unterschiedlicher Lieferanten und Rechnungsformate.
Markdown-Konvertierungsdienst
Der Parameter Markdown-Konvertierungsdienst (z.B. Docling) installiert? (SNC_INVOICE.MARKDOWN_CONVERSION_AVAILABLE) ist standardmäßig deaktiviert.
Aktivieren Sie ihn nur, wenn der zugehörige Konvertierungsdienst technisch eingerichtet, erreichbar und für die Verarbeitung der Belegdaten freigegeben ist. Prüfen Sie die Verarbeitung danach mit Bild- und PDF-Belegen.
Azure Content Understanding
Azure Content Understanding kann als alternativer Markdown-Konvertierungsdienst verwendet werden. Die Verbindung wird über die Credential Azure CU hergestellt; die dienstspezifischen Werte werden als Paketparameter in der Parametergruppe Azure Content Understanding gepflegt.
| Parameter | Zweck und Standardwert |
|---|---|
SNC_INVOICE.MARKDOWN_CONVERSION_PROVIDER_AZURE |
Aktiviert Azure Content Understanding als Markdown-Konvertierungsdienst anstelle von Docling. Zum Verwenden des Dienstes auf true setzen. |
SNC_INVOICE.AZURE_CU_BASEURL |
Basis-URL des Azure-CU-Services ohne abschließenden Schrägstrich. Der Wert ist abhängig von der Azure-Umgebung und wird nicht als fester Paketwert vorgegeben. |
SNC_INVOICE.AZURE_CU_ANALYZER |
Bezeichnung des Layout Analyzers. Standardwert: prebuilt-layout. |
SNC_INVOICE.AZURE_CU_APIVERSION |
API-Version des Layout Analyzers. Standardwert: 2026-06-01-preview. |
SNC_INVOICE.AZURE_CU_POLLINGLIMIT |
Maximale Anzahl der Abfrageversuche für das asynchrone Analyseergebnis. Standardwert: 60. |
Für die Verarbeitung müssen zusätzlich SNC_INVOICE.MARKDOWN_CONVERSION_AVAILABLE aktiviert und SNC_INVOICE.USE_ELOFULLTEXT deaktiviert sein. Der API-Key wird nicht als Paketparameter gepflegt, sondern wie unter KI-Anbindung beschrieben in der Credential Azure CU hinterlegt.
ELO-Volltext verwenden
Der Parameter Verwende ausschließlich den ELO Volltext für die Erkennung von Lieferant & Mandant (SNC_INVOICE.USE_ELOFULLTEXT) ist standardmäßig deaktiviert.
Bei aktivierter Einstellung verwendet die Erkennung nur den ELO-Volltext für Lieferant und Mandant und überspringt die Markdown-Konvertierung vollständig. Prüfen Sie vor dem Aktivieren die Qualität des Volltexts für die verwendeten Belegarten.
Ergänzender Prompt am Geschäftspartner
Die Maske SNC_INVOICE.BUSINESS_PARTNER enthält das Feld Ergänzender Prompt zur Belegdatenerkennung. Hier können Sie lieferantenspezifische Hinweise hinterlegen, die der Agent bei der Belegdatenerkennung berücksichtigt.
Verwenden Sie den Zusatz-Prompt nur für stabile, fachlich relevante Hinweise, beispielsweise eine eindeutige Lieferantenbezeichnung oder besondere Feldbezeichnungen auf den Belegen. Hinterlegen Sie keine Zugangsdaten oder vertraulichen Informationen. Das Feld unterstützt bis zu 2.000 Zeichen.
KI-Kontierung
Der SIEVERS AI Agent for ELO kann die vorhandenen Positionsdaten eines Belegs KI-gestützt in Kontierungszeilen vorbefüllen. Die Funktion wird global über die Parametergruppe Kontierungszeilen gesteuert.
| Parameter | Zweck und Standardwert |
|---|---|
SNC_INVOICE.KONTIERUNGSVORBELEGUNG_ACTIVE |
Steuert, ob Buchungsdaten automatisiert in Kontierungszeilen überführt werden. Standardwert: true im ausgelieferten Teststand. |
SNC_INVOICE.SYSTEMPROMPT_ACCOUNTING_LINES |
Systemprompt für die KI-gestützte Vorbelegung der Kontierungszeilen. Der Prompt ist in der Parametergruppe Prompts hinterlegt. |
Zusätzlich kann auf der Geschäftspartnermaske SNC_INVOICE.BUSINESS_PARTNER der Ergänzende Prompt zur Kontierungszeilenvorbelegung (PROMPT_ACCOUNTING) gepflegt werden. Der Text ist auf den jeweiligen Lieferanten zugeschnitten und kann Hinweise zur Kontierung enthalten. Das Feld unterstützt bis zu 2.000 Zeichen.
Die KI darf je Rechnungsposition nur folgende Werte vorbelegen:
- Sachkonto (
GENERAL_LEDGER_ACCOUNT) - Kostenstelle (
COST_CENTER) - Kostenträger (
COST_OBJECT) - Steuerschlüssel (
TAX_CODE)
Die Werte müssen unverändert aus den jeweils gültigen Auswahllisten stammen. Bei einer unsicheren oder nicht eindeutigen Zuordnung bleibt das Feld leer. Beträge, Mengen und Positionstexte werden nicht von der KI erzeugt, sondern vom System aus den vorhandenen Positionsdaten übernommen.
Ein separates Konfigurationsobjekt pro Mandant ist für diese Funktion nicht erforderlich. Die lieferantenbezogenen Hinweise werden am Geschäftspartner gepflegt. Änderungen am Kontierungsprompt müssen mit repräsentativen Belegen geprüft werden, da sie die vorgeschlagenen Kontierungswerte beeinflussen.
Änderungen kontrolliert ausrollen
- Dokumentieren Sie Ausgangswert, Zielwert und Anlass der Änderung.
- Testen Sie die Änderung mit repräsentativen Belegen in der Testinstanz.
- Prüfen Sie Extraktionsergebnis und nachgelagerte Metadaten.
- Lassen Sie die Änderung fachlich freigeben.
- Übernehmen Sie sie erst danach in die Produktivumgebung.